12
Okt
2004

Zusammentreffen. Ein Zweites

Ich bin heute auf einen weiteren Quäker-Blogger gestoßen, der auch ein Bild von Edward Hicks als logo verwendet. Die unterirdischen Ströme...

Gestern bei Telepolis, heute bei Spiegel Online : Klimaforscher befürchten, dass damit ein vorhergesagter Rückkopplungseffekt der globalen Erwärmung eingesetzt haben könnte
, da es zu einem sprunghaften Anstieg der CO2-Konzentration in der Atmosphäre gekommen ist.
Ein Nachtrag zu gestern...
j der skaut

11
Okt
2004

Zusammentreffen

Gleichzeitig mit dem aktuellen Friends Journal mit dem Schwerpunktthema Friends and the Enviroment traf am Freitag die Nachricht ein, dass die kenianische Umweltschützerin und Meschenrechtsaktivistin Wangari Maathai den diesjährigen Friedensnobelpreis erhalten hat. Ein für mich sehr stimmiges Zusammentreffen.
FJ berichtet ausführlich über Quaker Earthcare Witness, das Heft beginnt aber mit einem ausführlichen Artikel von Lester Brown: "Plan B" The Rescue of a Planet and a Civilisation. Was uns in nächster Zeit aufwecken wird, meint er, werden steigende Lebensmittelpreise sein. Er macht es fest an der fallenden Getreideproduktion der VR China, die auf der anderen Seite einen ungeheuren Bedarf hat. Dies ist ein weiteres Zusammentreffen. Le Monde International hat sich in der letzten Zeit intensiv mit der chinesischen Entwicklung beschäftigt. Der SPIEGEL greift China diese Woche als Titelthema auf.
Brown beendet seinen Artikel mit der sarkastischen Bemerkung, dass wenn "Bin Laden" es weiterhin schafft, die Aufmerksamkeit der westlichen Welt von der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen abzulenken, wird er sein Ziel auf eine Art und Weise erreichen, die er sich bestimmt nicht vorgestellt hat.
j der skaut

2
Okt
2004

Verstörend...

fand ich einen Artikel von Arundhati Roy im deutschen ZNet zur Macht der Zivilgesellschaft in einer imperialen Zeit. Sie macht drei Gefahren aus, durch die die globalen Widerstandsbewegungen bedroht werden: die problematische Beziehung zwischen den Massenbewegungen und den Massenmedien, der Gefahr der NGO-isierung des Widerstandes, und der Konfrontation der Widerstandsbewegungen mit zunehmend repressiven Staaten.

Der letzte Punkt lässt eine beängstigende Strategie ahnen. Die gezielte Ausschaltung gerade der gemäßigten & gewaltfreien Kräfte, fördert den gewaltsamen Widerstand und legitimiert durch diesen die brutale eigene Repression. Die Kräfte, mit denen man vielleicht gezwungen wäre zu verhandeln, die zu Verhandlungen bereit sind, beseitigt man vorsorglich. Gerade weil die Gewaltfreiheit A Force More Powerful (Buchtitel) ist, werden ihre Träger bei Zeiten vernichtet.
Die Welt lässt sich danach ganz leicht in Gut und Böse einteilen.
Terrorismus ist bösartig, ekelhaft und entmenschlicht sowohl diejenigen die ihn ausüben wie auch seine Opfer. Aber genauso tut es der Krieg. Man könnte sagen, daß der Terrorismus die Privatisierung des Krieges ist. TerroristInnen sind die Freihändler des Krieges. Es sind Leute die nicht glauben, daß der Staat ein Monopol auf die legitime Anwendung von Gewalt hat...Natürlich gibt es eine Alternative zum Terrorismus. Sie wird Gerechtigkeit genannt.


j der skaut

Wieder zurück...

und viel hat mich inzwischen beschäftigt. Da war die Erfahrung bei einer lokalen Messe & Gewerbeschau, dass die Entscheider mit einer Inbrunst und Naivität an das immerwährende Wachstum glauben, dass es einem fast die Sprache verschlägt. Wenn nur die Ströme ungehindert fliessen - ob Container, Kaufkraftströme, Autos - dann, dann wird alles gut. Dahinter natürlich die sehr berechtigte Angst, abgeschaltet zu werden, abgetrennt von der globalen Wertschöpfung wie so manche Region in diesem Land bei Strafe der Verödung. Und die Wärmeströme gesellschaftlicher Solidarität? Politik unter dem Primat des Anschlußzwanges?

j der skaut

7
Sep
2004

Sprachschöpfungen

Der Kommentator meines Provinzblattes hatte
heute eine weitere interessante Sprachschöpfung parat : umverteilungsgläubig.
Natürlich geht es nur um die, welche immer noch - tse tse -
glauben, dass der Fluss des Geldes auch mal von oben nach unten gehen
könnte. Wäre ja wirklich fatal...
Eine andere gute Neuübersetzung finde ich dagegen höchst brauchbar im
Krieg der Meme:  sustainable mit überlebensfähig zu
übersetzen. Nachhaltig ist inzwischen ja jeder.

j der skaut



3
Sep
2004

Schwarze Witwen



Es ist zu erwarten, dass wir in den Medien in den nächsten Tagen viel über die Schwarzen Witwen lesen werden, bieten sie doch ein gute Projektionsfläche für Fantasien. Ich habe Interpretationen gehört, die vom "weiblichen Jihad" bis zur Tradition "freier Kaukasischer Völker" reichte, wo die Frau "Partnerin" des Mannes ist und damit auch "Kriegerin".

Welch schwarzes Chaos in Menschen herrschen muß, deren Familien im Gegen-Terror untergegangen sind, können wir in unseren warmen Stuben nicht ermessen. Es ist ja das Teuflische an der Gewalt, dass sie auch die Opfer verroht und brutalisiert. Wenn es so etwas wie "schwarzes Mitleid" gibt, so wäre es hier angebracht...




noname

j der skaut
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